Bilingual aufwachsen: Pro & Contra

„Bilingual aufwachsen: Pro & Contra“ ist ein Artikel von Frau Dr. Ekaterina Kudrjavceva, der auf Russisch unter www.bilingual-online.net zu finden ist. Eine deutsche Fassung kann hier gesehen werden (bilingual_aufwachsen).

Sie teilt ihre Aufsatz in verschiedenen Abschnitte auf und beantwortet Fragen wie: Was ist Zweisprachigkeit? Wer entscheidet, welche Sprache die Muttersprache des Kindes ist? Warum wird der natürlichen Zweisprachigkeit in allen ihren Erscheinungsformen so viel Aufmerksamkeit gewidmet? Was behindert gegenwärtig die Verbreitung der natürlichen Zweisprachigkeit?L1060500

Interessant in dem Artikel fanden wir die verschiedenen Empfehlungen für Eltern und Erzieher, die wir hier kurz zusammenfassen.

Für Eltern:

  • Der Grundstein der Mehrsprachigkeit wird in der Familie gelegt. Eltern sollen sich viel mit den Kindern beschäftigen.
  • Am besten soll die schwache Sprache zu Hause gesprochen werden. Eltern sollen auf die Korrektheit der eigenen Sprache achten.
  • Man soll sich nicht schämen seine eigene Sprache zu sprechen.
  • Die 1 und 1 Regeln (eine Sprache eine Person) ist zu beachten.
  • Eltern müssen darauf achten, dass die quantitative Zeit des Sprachgebrauchs ausbalanciert ist.
  • Und darauf achten, dass man motiviert und nicht zwingt.
  • Bildung unterschwellig anbieten.
  • Die Sprachen nicht mischen.
  • Mit den Kindern den Sprachenwechsel und den Verhaltenswechsel trainieren.
  • Die mehrsprachige Erziehung durch Kommunikation und Korrektur durchführen.
  • Jeder Sprache sollte im Kontext der entsprechenden Kultur gelernt werden.
  • Eltern von kleinen Kindern können versuchen, mit den Erziehern zu kooperieren und am Unterricht der Kinder mitzuwirken.

Erzieher:

  • müssen den Familien von Kinder mit Migrationshintergrund vermitteln, dass es wichtig ist, die Erhaltung und den Erwerb der zweiten Muttersprache (der schwachen Sprachen) zu fördern.
  • Müssen verstehen, dass beide Sprachen (starke und schwache) in der Entwicklung kommunikativer, kognitiver und sprachlicher Fähigkeiten des Kindes eine wichtige Rolle spielen.
  • Es wird die Eintauchen-Methoden empfohlen für Kinder bis zum Alter von 6 Jahren, bei der beide Sprache vertreten sind und die Kommunikation emotional-gegenstandsbezogen erfolgt.
  • Die Motivierung zum Spracherlernen gelingt am besten durch die Begründen und Erklärung von Zielen der bevorstehenden Tätigkeit oder Handlung. Es ist auch wichtig, dass die Kinder die positiven Effekte ihrer Fähigkeiten in einer multilingualen Gruppe sehen können.
  • Die wichtigste Aufgabe der zweisprachlichen vorschulischen Bildungseinrichtungen ist, ein Beispiel für saubere –d.h. nicht vermischte – Sprachen zu geben und Kindern die korrekte Sprachnutzung beizubringen.
  • Das auswendige Lernen von Liedern und Redewendungen erweitert den Wortschatz und übt die richtige Aussprache und Intonation.
Dieser Beitrag wurde unter Artikel veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.