Passive Einstellung

Was ist zu tun, wenn das Kind eine Sprache versteht aber in der anderen spricht?

Von einer passiven Haltung gegenüber der fremden Sprache spricht man dann, wenn die zweisprachigen Kinder die Sprache verstehen, aber nicht sprechen. Es könnte sein, dass sie noch nicht so weit in der Sprachentwicklung sind, oder einfach keine Lust haben, oder es sind noch andere Gründe ausschlaggebend.

Die folgenden Empfehlungen werden in der Literatur ausgesprochen:

  • Respektieren Sie die Wahl des Kindes, in einer anderen Sprache zu sprechen.
  • Haben Sie Geduld und vergessen Sie nicht, dass das Kind die Sprache in passiver Form weiter entwickelt.
  • Vermitteln Sie durch Bücher, Zeitschriften, Filme, Lieder und Spiele, dass eine Sprache Spaß macht.
  • Führen Sie Aktivitäten wie „Kochen“ oder „in den Zoo gehen“ aus, und vergessen Sie nicht, dass es wichtig ist, viel zu sprechen.
  • Interessieren Sie sich für das, was ihr Kind sagt, für seine Gefühle und seine Bedürfnisse. Nehmen Sie sich immer Zeit und hören sie aufmerksam zu.
  • Unterhalten Sie sich mit ihren Kind, was es gerne machen möchte, was es sich zum Geburtstag wünscht, wie es den Tag verbringen möchte, usw.
  • Beglückwünschen Sie ihr Kind, wenn es Fortschritte macht und sagen Sie ihm, wie stolz es sie macht, dass es Ihre Sprache spricht.
  • Formulieren Sie Fragen, deren Beantwortung nicht einfach ja oder nein sein können, oder doppelte Fragen, wo das Kind die Notwendigkeit sieht, mehrere Sätze und Wörter zu sprechen. Z.B „Möchtest Du, dass ich Dir einen blauen Wagen oder einen grünen Ball gebe?“
  • Formulieren Sie Fragen, die vielfältige Antworten erfordern wie z. B. wo, wann, warum, wie?
  • Machen Sie Reisen in das Land, in dem man die entsprechende Sprache spricht, um das Kind anzuregen.
  • Pflegen Sie Kontakte mit Verwandten, die nur diese Sprache sprechen.
  • Stellen Sie Kontakte mit Kindern her, die zwei oder mehr Sprachen sprechen.

Die Eltern dürfen die Kinder nicht zwingen, in einer bestimmten Sprache zu sprechen. Geben Sie aber nicht gleich auf, wenn ihr Kind eine Sprache eher passiv behandelt. Kämpfen Sie, dass es auch in der schwächeren Sprache so weit wie möglich kommt – Ihr Kind wird es Ihnen irgendwann danken!

Eltern sollen aber die vereinbarte Sprache weiter sprechen, und auf diese Weise leichte Sprachanreize zu geben.

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