Die ersten Sprachwerkzeuge

Die erste Phase beinhaltet das Erlernen der ersten Sprachwerkzeuge. Diese Phase umfasst normalerweise die Zeit von der Geburt bis zum dritten Lebensjahr. In dieser Phase lernt das Kind, dass es Kommunikation gibt, es beginnt zuzuhören und versteht und benutzt die ersten Wörter und Phrasen. Am Ende der ersten Etappe besitzt das Kind ein erstes, noch stark eingeschränktes Vokabular; die Sätze sind noch von einfacher Struktur und die Grammatik ist noch nicht fehlerfrei.

Mit drei Monaten ist ein Baby in der Lage, die Herkunft von Geräuschen zu erkennen, und unsere Aufmerksamkeit durch Töne und Lachen/Lächeln zu gewinnen. Mit sechs Monaten kann ein Baby schon deutlich unterschiedliche Geräusche von sich geben, und es lacht auch viel mehr als Antwort auf Stimulation, z.B. durch Spielen, Sprechen oder Streicheln. Mit 9 Monaten wiederholt ein Baby strukturierte Geräusche wie bababababa, papapa, mamamama, es dreht sich um, wenn es seinen Namen hört, und es versteht auch die Bedeutung des Wortes „Nein“

Mit 12 Monaten versteht ein Baby die ersten kurzen Phrasen wie „komm her“, „nicht anfassen“ etc. Mit 15 Monaten versteht ein Baby dann auch schon die Bedeutung von Phrasen wie „Wo ist der Ball?“, „Gib mir die Puppe“ etc. und spricht die ersten Wörter. Mit 18 Monaten erhöht sich der Wortschatz, und das Baby antwortet auf Fragen wie „Was ist das?“. Mit 2 Jahren fängt ein Kind an, zwei oder mehrere Wörter zu kombinieren, es kennt die verschiedenen Körperteile und nutzt erste Adjektive. Das Kind mag es gerne, wenn man ihm Geschichten erzählt/vorliest, und es kann die meisten Buchstaben gut aussprechen.

In dieser ersten Phase ist das Hauptziel das Erlernen der Sprachmelodie und der ersten Wörter. Daher wird Eltern das folgende empfohlen:

  • Eine direkte Kommunikation mit dem Kind, mit viel Erzählen über unterschiedlichsten Sachen
  • Das Beibringen der Namen der Objekte, die das Kind umgeben (z.B. Ball, Puppe, Decke, Hund)
  • Kurze Fragen mit zwei (oder mehreren) Alternativen („Möchtest du den Ball oder die Puppe?“)
  • Keine Vermischung von Sprachen, wenn mit dem Kind gesprochen wird
  • Dem Kind mit großer Aufmerksamkeit zuhören, und es zu loben, wenn es Fortschritte in der Sprache macht
  • Mit dem Kind in normaler Tonlage und mit normalen Worten sprechen, und keinesfalls in „Babysprache“
  • Das gemeinsame Betrachten von Büchern mit einfachen Bildern
  • Dem Baby vorsingen
  • Das Vorlesen / Erzählen von Versen und Reimen

Die oben aufgeführten Zeiträume sind natürlich nur Anhaltspunkte, jedes Kind ist ein wenig anders und entwickelt sich in seinem eigenen Rhythmus. Trotzdem gilt: Wenn ein Kind am Ende dieser ersten Etappe Probleme in der Entwicklung der Sprache aufweist, ist es wichtig, das Kind durch einen Kinderarzt untersuchen zu lassen, um festzustellen, ob das Kind evtl. ein Problem mit dem Hören hat oder andere Probleme aufweist. Manchmal kann ein Kinderarzt auch einen Hals-Nasen-Ohrenarzt als Experten hinzuziehen oder einen Sprachtherapeuten.

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